Heimlich und zu Zweit heiraten… ich bin überzeugt, dass viele Paare davon träumen, sich aber ebenso viele es nicht trauen… Stimmt das?

Eine Hochzeit wie sie im Buche steht: große Gesellschaft, pompöse Hochzeitslocation und grandioses Buffet oder Menu. Ein traumhafter Tag, der meist viel zu schnell vorbeigeht. Denn das Brautpaar ist vor allem damit beschäftigt, sich mit jedem wenigstens mal kurz zu unterhalten, das Paarshooting zu machen, den Tortenanschnitt unter Beifall. Eine Ansprache des Brautpaares, weitere, sehr emotionale und schöne Reden und der Hochzeitstanz… Was aber, wenn man genau das nicht möchte? Was, wenn man sich dazu entschließt, den Tag nur zu zweit oder nur mit Trauzeugen zu verbringen? Vielleicht auch nur mit dem Kind oder den engsten Freunden. Quasi ganz heimlich und allein heiraten. Zieht man dann den Groll der Verwandtschaft auf sich? Ist man vielleicht sogar undankbar?

Ich habe in den letzten Jahren einige Hochzeiten begleiten dürfen, die sich genau dafür entschieden haben: heimlich und allein heiraten! Oftmals war ich die einzige, die eingeweiht war. Was für eine Ehre! Was für traumhafte Hochzeiten! Einige habe ich Euch schon auf dem Blog gezeigt. Wie diese hier von J & K oder Silvia & Torsten oder Sandra & Christoph.

Aber viele Male haben wir darüber gesprochen: was werden die anderen sagen? Was, wenn wir mit unserer Entscheidung auf Unverständnis stoßen? Ich habe die Paare versucht zu beruhigen und gesagt: heiratet Ihr für sie oder für Euch? Heiratet Ihr, weil Ihr Euch dazu entschließt, den Rest Eures Lebens „Wir“ zu sein? Ich finde, es ist die Entscheidung des Paares und die allein ist wichtig. Wer sich eine große und umfangreiche Hochzeit wünscht, der wird seinen schönsten Tag genau so genießen können und sich im Nachhinein an nichts schöneres zurückerinnern, als an diese große Hochzeit. Wer aber nur groß heiraten, um es „den anderen“ recht zu machen…

Mehr muss man wohl nicht sagen.

Ich durfte, wie schon gesagt, einige Paare fotografieren, die heimlich und allein, oder im klitzekleinen Kreis geheiratet haben. Es waren wunderschöne, intime und einzigartige Hochzeiten. Ich denke an jede einzelne so unglaublich gern zurück. Sie sind besonders und werden auch besonders in Erinnerung bleiben. Ich möchte mit diesem Beitrag alle, die noch überlegen: machen wir es so? Trauen wir uns? davon überzeugen und sagen: traut Euch! Und schenkt Euren Liebsten danach einige schöne Fotos des Tages, der für Euch so besonders war. Macht vielleicht eine kleine „Tour“ und besucht die Eltern oder Großeltern, engste Freunde und zeigt ihnen, wie besonders Euer Tag war. Dann kann Euch auch der größte Skeptiker nicht böse sein, denn Ihr „seine Lieben“ sind ja glücklich… Und Ihr habt mit diesen Hochzeitsfotos für Euch, die schönste Erinnerung an den Beginn Eurer Ehe.

Eins „meiner“ Brautpaare, die sich dafür entschieden haben, haben einen kleinen »Erfahrungsbericht« geschrieben  – ich hätte eigentlich nicht so viele Worte darüber verlieren müssen, denn Ihr Text sagt alles… diesen findet Ihr am Ende des Beitrags. Schaut Euch doch zunächst einige Fotos von heimlichen Hochzeiten, die ich begleiten durfte, an.

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„Wir wollten lange Zeit gar nicht heiraten da uns die pompösen Feste bei denen wir waren viel zu stressig und unpersönlich vorkamen, besonders für das Brautpaar selbst. Als wir uns dann entschieden zu heiraten, sollte es eine kleine feine Hochzeit in unserer Lieblingsstadt Berlin werden. Den Tag unserer Hochzeit haben wir sehr genossen und Dank Deiner wunderschönen Fotos erinnern wir uns sehr gerne daran.“

Hier zu Dritt im Neuköllner Standesamt…

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Und hier zu Zweit mit Hund Bella in Hohen Neuendorf und danach im Schloss Ziethen…

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Hier waren sie auch zu Dritt: mit der kleinen Tochter und dem Brüderchen (noch im Bauch) im Schloss Schorssow in Mecklenburg

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Ja, wir haben es getan. Heimlich. Und wir haben es bis heute nicht bereut. Diesen intimen Moment kann Dir keiner mehr nehmen. Dieses Gefühl bleibt im Kopf. Dieser Augenblick des „Ja-Sagens“ bleibt unvergessen. Emotionen pur. Jederzeit wieder so!!!

An einem der schönsten Plätze dieser Welt, in trauter Zweisamkeit, hatten wir uns entschlossen, zu heiraten. Und zwar so „intim“, wie wir in diesem Moment waren. Allein, ohne Familie und Freunde. Das war unser Augenblick und es sollte „unser“ Tag werden. 

Und das wurde er! Ohne Fremdbestimmung, nervenaufreibender Planung, schlaflosen Nächten wegen der Tischordnung, der Blumen, des Menüs etc. Es kann so schön entspannt sein. Wir mussten nur Stillschweigen bewahren. Und das war schwer genug. Mehr muss man sich wirklich nicht aufbürden. Schließlich geht es an diesem Tag doch um die zwei Menschen, die den Bund der Ehe eingehen wollen. Und nicht darum, ob man Tante Frida mit Onkel Herbert an einen Tisch setzen kann. 

Der schönste Tag im Leben. Für uns war er das genau so. Allein, ohne Familie und Freunde, ohne Zeitplan, ohne Stress, ohne Programm und ohne Hektik. Die Einzige die wirklich Stress hatte, warst Du, liebe Sophie, da Du ja ständig mit unserer Familie konfrontiert warst und natürlich nichts verraten durftest. 

Vor der Trauung haben wir uns mit Sophie vor dem Standesamt getroffen, uns heimlich „getraut“ und sind anschließend ganz gemütlich nach Kremmen ins Schloss Ziethen gefahren. Dort hatten wir einen Tisch reserviert und konnten den wirklich schönen Schlosspark für unsere wahnsinnig schönen Hochzeitsfotos nutzen. Ganz allein! Fast ganz allein. Wir hatten unsere Hündin Bella dabei. Danach haben wir sehr lecker – natürlich mit Sophie – gegessen, noch ein paar Fotos gemacht und sind glücklich und zufrieden nach Hause gefahren. Als wir zu Hause ankamen, als frischgebackenes Ehepaar, nach einem wunderschönen Tag, fing es langsam an zu regnen. …… Alles richtig gemacht. 

Und um den Ganzen noch ein Krönchen aufzusetzen: Die Bekanntgabe „Wir haben geheiratet“. 

Die Reaktionen unserer Familie und unserer Freunde war überwältigend. Und es war wirklich Niemand verärgert, dass wir heimlich geheiratet haben. Im Gegenteil. Alle waren begeistert, dass wir es endlich getan haben. 

Die schönste Reaktion habe ich von meiner Schwester bekommen. Diesen Augenblick, als ich ihr die Karte übergab, werde ich nie vergessen. Meine kleine Schwester, die ganz weit weg vom Wasser gebaut ist, weint, vor Freude. Unvergesslich und traumhaft schön. Das sind die Momente, die man sein Leben lang nicht vergisst. Und warum? Weil sie so intim, so echt und ohne Tamtam sind. So, wie unsere Hochzeit. Einfach nur schön. 

Eine kleine Feier mit Familie und Freunden gab es einige Wochen später. Kein Dresscode, keine Geschenke (hat nicht ganz so geklappt), lecker Essen und gemütliches Beisammensein. Und: Chrissis Feuertaufe. Die sie mit Bravour bestanden hat! Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle noch einmal, für all die schönen festgehaltenen Momente. 

Liebe Sophie, liebe Chrissi, Eure zauberhaften Fotos sind nicht im Album verschwunden, sondern schmücken unser ganzes Haus. Sie sind einfach zu schön für die Schublade. Danke, für zwei tolle und aufregende Tage mit Euch. Danke für Eure Unterstützung und Eure tollen Ideen, die jeden Moment perfekt gemacht haben.

Noch kurz zum Schluss: Wir waren schon auf einigen Hochzeiten, die wirklich alle schön waren. Ein großer Tag, ein großes Fest und meistens ein Brautpaar, dass völlig angespannt und teilweise fremdbestimmt den Tag verbracht hat, und, wenn wir mal ehrlich sind, die eigene Hochzeit zwei Wochen später auf den Fotos „erlebt“. 

Also traut euch. Heimlich! Silvi und Torsten“